Museum

Geschichte des Museums

Stationen der Sammlungsgeschichte

Die Sammlungen des Gustav-Lübcke-Museums haben eine lange Geschichte; sie gehen auf eine Initiative des 1886 von einigen honorigen Männern des städtischen Bürgertums gegründeten Museumsvereins zurück. War das Sammlungsinteresse des Museumsvereins anfangs auf die „Geschichte der engeren Heimat“ gerichtet, hat sich die Erwerbspolitik inzwischen sehr geändert. Inzwischen stehen epochenübergreifende Objekte aus Kunst und Kunsthandwerk, Ägyptischer Kulturgeschichte, Archäologie und Stadtgeschichte im Fokus der Bewahrung.

Benannt ist das Gustav-Lübcke-Museum nach einem Bürger der Stadt, nämlich Gustav Lübcke (1868–1925), der 1868 in Hamm zur Welt kam. Er lernte das Handwerk der Buchbinderei und widmete sich dem Sammeln von Kunst, Antiquitäten und Münzen. Sein Glück fand Lübcke in Düsseldorf, wo er die Kunsthändlerin Therese Nüsser (1848–1930) kennen und lieben lernte. Im Ersten Weltkrieg suchte das Paar nach einer sicheren und nachhaltigen Unterbringung für die gemeinsam gesammelten Schätze.

Mit Vertrag vom 3. April 1917 stifteten sie der Stadt Hamm ihre riesige kunsthandwerkliche Sammlung. Im selben Jahr noch zogen Therese und Gustav Lübcke nach Hamm, wo Gustav Lübcke der erste hauptamtliche Museumsleiter wurde. Seither trägt das Museum den Namen des großzügigen Stifters.

Während die Museumssammlungen in den ersten Jahrzehnten immer wieder zu Umzügen gezwungen waren, erhielten sie 1927 im neu errichteten Stadthaus endlich eigene Räumlichkeiten und wurden so vom privaten Mietmarkt unabhängig. Hier zeigte Ludwig Bänfer, Nachfolger Lübckes in der Museumsleitung, neben historischen Ausstellungen auch aktuelle Kunst aus Hamm und der Umgebung. Außerdem engagierte sich Bänfer im Bereich der Vor- und Frühgeschichte; damit schwamm er auf der Welle der nationalsozialistischen Aufwertung der Vorgeschichte: Die Nationalsozialisten wollten die Höherwertigkeit der „germanischen Rasse“ beweisen. Eine große Herausforderung hatte das Museum zu bestehen, als gegen Kriegsende zum Schutz vor Bombenschäden fast alle Sammlungsobjekte auf zahlreiche verschiedene Orte ausgelagert – und nach Kriegsende zurückgeführt werden mussten.

 

Gustav Lübcke bei der Begutachtung seiner Schätze, Bildbearbeitung © Heinz Feußner, Hamm

In den Jahrzehnten nach 1945 wurde die Sammlung des Museums vor allem durch Objekte aus Kunst und Kunsthandwerk erweitert, in den 1980er und 1990er Jahren insbesondere durch Werke des Informel. Durch Schenkungen und Ankäufe auch in den übrigen Sparten des Hauses wuchs der Bestand kontinuierlich, so dass die Frage einer angemessenen musealen Unterbringung zusehends brennender wurde. Im 1993 eröffneten neuen Museumsgebäude konnten die Sammlungen mit klaren Strukturen und nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert neu präsentiert werden: Neben bildende und angewandte Kunst sowie altägyptische Kulturgeschichte traten nun die Bereiche Stadtgeschichte, Vor- und Frühgeschichte sowie Numismatik.

Heute zeigt das Gustav-Lübcke-Museum die seit 1886 gesammelten Objekte auf mehr als 4.000 Quadratmetern Fläche und präsentiert immer wieder wechselnde Ausstellungen mit überregionaler Strahlkraft.

 

Kunst- und Antiquitätengeschäft von Therese und Gustav Lübcke in Düsseldorf, Kaiser-Wilhelm-Straße 18, Bildbearbeitung © Heinz Feußner, Hamm

Architektur

Im Jahr 1993 wurde der von Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert konzipierte Neubau des Gustav-Lübcke-Museums eingeweiht. Das dänische Architekten-Büro etablierte sich bereits 1958 durch den Bau des Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk bei Kopenhagen (Dänemark). Die dort erkennbar werdende architektonische Grundidee setzten die Architekten, in Bauten wie dem Kunstmuseum in Bochum oder dem Gustav-Lübcke-Museum fort. Die Architektur besticht insgesamt durch ihre lichtdurchfluteten Räume, die spannungsreichen Blickachsen und unterschiedlichen Raumformen.

„Wenn uns die Gestaltung von Museen anvertraut wurde, waren die Ausstellungsobjekte der Sammlungen immer von ganz entscheidender Bedeutung. Eine selbstherrliche Architektur liegt uns fern, vielmehr hatten wir immer den Wunsch, einen fruchtbaren Dialog zwischen dem architektonischen Rahmen und den ausgestellten Kunstwerken zu schaffen.“

Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert, 1998

© Heinz Feußner © Heinz Feußner

Die geschwungene Außenfassade besitzt durch die rot-violetten Ziegelmauern ein markantes Erscheinungsbild, welches sich von den umliegenden Gebäuden absetzt. Weiße Säulen tragen den geschwungenen Flügel und bilden so eine Art Durchgangshalle, die zum Innenhof des Museums weiterführt. Beim Durchschreiten ergibt sich eine natürliche Distanz zum turbulenten Verkehrstreiben, ohne dieses gänzlich auszublenden. Das Museum ist Teil des dynamisch bewegten Stadtraums, öffnet den Besucherinnen und Besuchern aber eine eigene Welt. Sowohl Front als auch Dach des Foyers sind verglast und geben somit den Blick auf das Innere des Museums frei. Die Beziehung zur Außenwelt bleibt bewusst gewahrt.

Beim Betreten des Museums fällt zunächst die große Aufstiegsrampe in den Blick, die dazu einlädt das große Foyer aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu erkunden. Die Architektur selbst wird so schon zum Erlebnis. Die Ausstellungsräume offenbaren eine stimmungsvolle Atmosphäre, die modern, großzügig und einladend ist. Insbesondere der Oberlichtsaal, in dem die großen Sonderausstellungen präsentiert werden, zeichnet sich durch ein bemerkenswertes Raumgefühl aus.

Die besondere Museumsarchitektur ist sichtbar, steht im Dialog zu den vielfältigen Sammlungen des Gustav-Lübcke-Museums, ermöglicht aber immer das ungestörte Erleben der Aura des Originals

Team

DIREKTION

Direktor

Dr. Ulf Sölter
Tel:  02381 / 17 5700
Ulf.Soelter@Stadt.Hamm.de

Stellvertretende Direktorin

Dr. Diana Lenz-Weber
Tel: 02381 / 17 5703
Diana.Lenz-Weber@Stadt.Hamm.de

 

VERWALTUNG

Verwaltungsleiter

Andreas Menke
Tel: 02381 / 17 5706
Andreas.Menke@Stadt.Hamm.de

Stellvertretende Verwaltungsleiterin

Marion Freitag, M.A.
Tel: 02381 / 17 5730
Marion.Freitag@Stadt.Hamm.de

Buchhaltung

Sandra Brepohl
Tel: 02381 / 17 5701
Sandra.Brepohl@Stadt.Hamm.de

 

SAMMLUNGSLEITERINNEN

Ägyptische Sammlung

Jalina Tschernig, M.A.
Tel: 02381 / 17 5731
Jalina.Tschernig@Stadt.Hamm.de

Stadt- und Regionalgeschichtliche Sammlung

Dr. Maria Perrefort
Tel: 02381 / 17 5705
Maria.Perrefort@Stadt.Hamm.de

Sammlung Bildende Kunst | Sammlung Angewandte Kunst | Graphische Sammlung

Dr. Diana Lenz-Weber
Tel: 02381 / 17 5703
Diana.Lenz-Weber@Stadt.Hamm.de

Archäologische Sammlung

Susanne Birker, M.A.
Tel: 02381 / 17 5704
Susanne.Birker@Stadt.Hamm.de

 

VOLONTARIAT

Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW

Lena Demary, M.A.
Tel: 02381 / 17 5707
Lena.Demary@Stadt.Hamm.de

 

PROVENIENZFORSCHUNG

Jan Giebel, M.A.
Tel: 02381 / 17 5708
Jan.Giebel@Stadt.Hamm.de

 

PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT, MARKETING

Marion Freitag, M.A.
Tel: 02381 / 17 5730
Marion.Freitag@Stadt.Hamm.de

 

BILDUNG UND VERMITTLUNG

Leitung

Susanne Birker, M.A.
Tel: 02381 / 17 5704
Susanne.Birker@Stadt.Hamm.de

Daniela Krellmann
Tel: 02381 / 17 5711
Daniela.Krellmann@Stadt.Hamm.de

 

RESTAURIERUNG

Michael Bottländer
Tel: 02381 / 17 5727
Michael.Bottländer@Stadt.Hamm.de

 

DEPOTVERWALTUNG

Dr. Christin Schulte
Tel: 02381 / 17 4097
Christin.Schulte@Stadt.Hamm.de

 

HAUSTECHNIK

Hans Engelmann
Tel: 02381 / 17 5712
Tel: 0171 / 30 27 923
Engelmann@Stadt.Hamm.de
museumstechnik@Stadt.Hamm.de

Museumstechniker
Tel: 02381 / 17 5710
Tel: 0171 / 30 27 923
museumstechnik@Stadt.Hamm.de

 

AUFSICHTEN

Telefon: 02381 / 17 5714
Museumskasse@Stadt.Hamm.de

Forschungsprojekt "Nachlass Kaiser"

Im Rahmen des Förderprogramms „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ fördert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen seit 2020 die kunsthistorische Forschung an nordrheinwestfälischen Museen. Das spezifische Profil des Forschungsvolontariates zeichnet sich durch seine innovative Ausrichtung aus, welche die Vernetzung von Museen und Hochschulen anstrebt. Durch den Austausch mit den kunsthistorischen Lehrstühlen des Landes wird der wissenschaftliche Diskurs in allen beteiligten Institutionen gefördert. Teil dieser Initiative ist auch das Gustav-Lübcke-Museum, das mittels der Förderung eine Forschungsstelle zur Erschließung des zeichnerischen und malerischen Nachlasses von Hans Kaiser (1914–1982) einrichten konnte.

Der aus etwa 500 Werken bestehende Nachlass des Künstlers wurde 2002 ins Gustav-Lübcke-Museum überführt. Kaiser hinterließ ein schillerndes Lebenswerk, welches sowohl Porträts als auch Landschaften, Stillleben sowie abstrakte Kompositionen umfasst.

Besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung hat Kaiser bislang vor allem für seine ab den späten 1950er Jahren entstandenen informellen Arbeiten erhalten, von denen ebenfalls Schlüsselwerke im Besitz des Museums sind. Neben zahlreichen Zeichnungen und Gemälden schuf er jedoch auch Glasfenster, Mosaike und Sgraffiti. Einige Entwürfe, die er für solche Arbeiten anfertigte, sind Teil des umfassenden Werkkonvolutes.

 

Ziel ist es, den Bestand zu systematisieren sowie kunsthistorisch zu kontextualisieren. Die durch den Nachlass deutlich werdenden unterschiedlichen Facetten zeichnen das Bild eines Künstlers, der in den politisch turbulenten 1930er und 1940er Jahren eine künstlerische Identität entwickeln musste. Kaiser, der eine enge Verbindung zu Hamm und Soest besaß, gilt heute als einer der bedeutendsten informellen Künstler aus dem westfälischen Raum. Eine umfangreiche Erforschung seines Œuvres blieb bislang jedoch aus. Die Bindung des Künstlers an das Gustav-Lübcke-Museum, welches 1949 die erste Einzelausstellung Kaisers zeigte, wird mit dem Forschungsprojekt gewahrt.

Als Forschungsvolontärin konnte Lena Thelen (M.A.) gewonnen werden, die seit Juni 2020 bis Juli 2022 am Gustav-Lübcke-Museum den Nachlass erforscht. Universitärer Kooperationspartner der Forschungsinitiative ist Prof. Dr. Jürgen Wiener vom Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Assoziierte Partner des Projekts sind das Stadtarchiv Soest (Dr. Norbert Wex), in dem der schriftliche Nachlass Kaisers verwahrt wird, und das Soester Wilhelm Morgner Museum (Dr. Anette Werntze), das etliche Arbeiten Kaisers zu seinem Bestand zählt. Die Ergebnisse der Forschungen werden in Form einer Ausstellung sowie einer wissenschaftlichen Publikation im Jahr 2022 veröffentlich werden.

Kontaktieren Sie gerne: Lena Demary, M.A.

 

Abbildung: Hans Kaiser, Am Cap Martinet, 1960, Mischtechnik auf Pappe auf Holz 80 x 105 cm, Foto: © Thorsten Hübner, Stadt Hamm

Forschungsprojekt "Provenienzforschung"

Seit Verabschiedung der sogenannten Washingtoner Erklärung am 3. Dezember 1998 und der nur ein Jahr später veröffentlichten Selbstverpflichtung der Bundesregierung, der Länder und der Kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts unternehmen deutsche Museen Anstrengungen, ihre Ankaufspolitik in den Jahren 1933 bis 1945 wissenschaftlich zu erforschen. Die Provenienz von kunst- und kulturgeschichtlich bedeutsamen Objekten wird untersucht und ergänzt, sofern sie lückenhaft ist oder verdächtig erscheint.

Auch das Gustav-Lübcke-Museum Hamm ist sich der Verantwortung bewusst und erforscht proaktiv die Provenienz seiner Sammlungsstücke. Recherchearbeiten führten in der Vergangenheit bereits zu der Erkenntnis, dass sich nicht rechtmäßig erworbenes Kulturgut im Bestand befindet. Im Jahr 2016 konnten zwei Objekte der Sammlung eindeutig als NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut identifiziert und 2019 an die Nachkommen der einstigen Besitzer zurückgegeben werden.

Grundlage für eine umfassende wissenschaftliche Erforschung des Sammlungsbestands war das Projekt „Provenienzforschung in NRW“. In enger Zusammenarbeit haben der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Landschaftsverband Rheinland in verschiedenen Museen eine Übersicht zu ungeklärten Herkunftsfragen erarbeitet.

Die Ergebnisse der Untersuchung ergaben für das Gustav-Lübcke-Museum Hamm, dass eine vertiefte Betrachtung notwendig ist, da die Provenienz zahlreicher Stücke, insbesondere in den Jahren 1933 bis 1945, ungeklärt ist und einer wissenschaftlichen Aufarbeitung bedarf. Das Zentrum für Kulturgutverluste in Magdeburg ermöglicht ab 2021 die gezielte Erforschung der Bestände des Museums, indem es eine wissenschaftliche Vollzeitkraft finanziert. Die Ergebnisse der Recherchearbeiten werden in der museumseigenen Datenbank dokumentiert. Geplant ist, der Öffentlichkeit die geschichtlichen Hintergründe und die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchungen auch in einer Ausstellung zu vermitteln.

 

Abbildung: Museumsdirektor Dr. Ulf Sölter restituiert zwei zu Unrecht in die Sammlung gelangte Objekte an die Nachfahren der einstigen Besitzer, Hamburg 2019, Foto: © Thorsten Hübner, Stadt Hamm

 

 

 

 

Restaurierung

Die Sammlung des Gustav-Lübcke-Museums ist das kulturelle Gedächtnis der hiesigen Stadtgesellschaft. Jeder einzelne Gegenstand ist Teil dieser kollektiven Erinnerung, die es zu bewahren und zu erklären gilt. Diesem Bewahrungsauftrag widmet sich jede Person, die im Museum arbeitet und der Restaurator in besonderem Maße.

Die Vielfalt der Sammlung im Gustav-Lübcke-Museum stellt die Restaurierung vor besondere Aufgaben. Neben den fachspezifischen Kenntnissen erfordern die unterschiedlichsten Materialgruppen aus verschiedenen Epochen ein erweitertes, fachübergreifendes Verständnis der diversen Bedürfnisse der Sammlungsgüter.

Damit die Objekte überdauern, müssen Schäden bereits durch präventive Maßnahmen verhindert werden. Dazu hat die konservatorische Forschung Rahmenbedingungen für die Klimatisierung, Aufbewahrung und Präsentation festgelegt. Doch auch die Einhaltung strenger Vorgaben verhindert nicht die natürliche Alterung der unterschiedlichen Materialien. Alterung ist nicht aufhaltbar und hinterlässt Spuren, aber sie kann durch angemessene klimatische Bedingungen deutlich verlangsamt werden. Holz verlangt andere Bedingungen als Papier, Textil andere als Metall, Ölgemälde andere als Holzmöbel: Für jedes Material bedarf es eines eigenen Umgangs.

Bei aller Achtsamkeit kann es jedoch im Einzelfall zu Schäden an den Objekten kommen, die eine Restaurierung erforderlich machen. Bei den vielfältigen Sammlungen, wie wir sie in den Beständen des Gustav-Lübcke-Museums finden, stehen die Ursachenforschung und die Schadensanalyse an erster Stelle. Es ist unerheblich, ob es sich um eine ägyptische Grabbeigabe, einen Knochenfund, ein Gemälde oder eine Skulptur handelt: Stets wird das Objekt mit größter Vorsicht behandelt, die vorgenommenen Eingriffe werden lückenlos dokumentiert.

Die Restaurierungswerkstatt des Gustav-Lübcke-Museums ist nicht öffentlich zugänglich. In regelmäßigen Abständen bietet der Restaurator jedoch Führungen durch seine Werkstatt an und erklärt beispielhaft, mit welchen Herausforderungen die Bestandserhaltung zu kämpfen hat.

Foto: Michael Bottländer in seiner Werkstatt, © Stadt Hamm, Thorsten Hübner

Museumsverein

Der Museumsverein steht ganz am Anfang der Geschichte des Gustav-Lübcke-Museums: Am 3. März 1886 gegründet, umfasste die damalige Sammlung vorwiegend stadt- und regionalgeschichtliche Objekte. Doch nur ein Jahr später gelangte ein besonderes Objekt hierher, das aus einem weit entlegenen Kulturraum kam: 1887 übergab der eigens gegründete Hammer Mumienverein eine echte ägyptische Mumie an den hiesigen Hammer Museumsverein. Die Mumie ging im Zweiten Weltkrieg verloren, die Ägyptische Sammlung indes wuchs beständig weiter und umfasst mittlerweile mehr als 1.000 Objekte. 1917 gingen die Sammlungen schließlich in städtischen Besitz über. Den Museumsverein gibt es nach wie vor, doch haben sich Aufgaben und Bestimmung gewandelt.

Der Museumsverein Hamm ist heute der Förderverein des Gustav-Lübcke-Museums. Er unterstützt die museale Arbeit in verschiedenen Bereichen. Mit seiner Hilfe gelingt der Ankauf wichtiger Objekte für die Sammlung. Auch aufwändige Restaurierungen von Exponaten können mit seiner Hilfe durchgeführt werden. Darüber hinaus ist die Förderung der Vermittlungsarbeit am Museum erklärtes Ziel des finanziellen Engagements des Vereins. Mit seiner Hilfe wird insbesondere Kindern und Jugendlichen in ausgewählten Programmen das Museum zugänglich gemacht. Und auch die Realisierung besonderer Zusatzangebote gelingt vielfach dank seiner Unterstützung.

Mitglieder des Museumsvereins profitieren in besonderer Weise, wenn sie dem Verein beitreten:

  • Freier Eintritt in die Dauerausstellungen des Gustav-Lübcke-Museums (inkl. Multimediaguide)
  • Freier Eintritt in die Sonderausstellungen des Gustav-Lübcke-Museums
  • Exklusivführungen für Vereinsmitglieder bei großen Sonderausstellungen
  • Ermäßigungen bei Zusatzangeboten wie Vorträgen und Sonderveranstaltungen
  • Möglichkeiten zur Teilnahme an exklusiv organisierten Exkursionen
  • Alle Kinder oder Enkelkinder der Vereinsmitglieder unter 18 Jahren erhalten eine kostenlose Mitgliedskarte
  • Kostenlose Zusendung der Museumsprogramme
  • Mitglieder werben Mitglieder: Als Dankeschön erhalten Sie einen Ermäßigungsgutschein für den Museumsshop (20% Rabatt)

Eine Mitgliedschaft im Museumverein lohnt sich vor allem für regelmäßige Museumsbesucherinnen und Besucher:

  • Einzelmitgliedschaft 30,00 €
  • Mitgliedschaft plus (2 Personen) 40,00 €
  • Einzelmitgliedschaft ermäßigt 10,00 €
  • Firmenmitgliedschaft 150,00 €

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des Museumsvereins

Foto: © Gustav-Lübcke-Museum Hamm

Ruhr Kunst Museen

 

21 MUSEEN, 16 STÄDTE, ÜBER 130 KUNSTAUSSTELLUNGEN IM JAHR!

Die RuhrKunstMuseen stehen für eine einzigartige Museumslandschaft und eine herausragende Dichte an moderner Kunst, die vom 19. Jahrhundert über die Moderne bis hin zur Gegenwart reicht.

In keiner anderen Kulturlandschaft sind Vergangenheit und Aufbruch, Industriegeschichte und kulturelle Gegenwart, Alltagsleben und Kunst so dicht verflochten wie im Ruhrgebiet. Hier erstreckt sich ein zusammenhängendes Netz hochkarätiger Sammlungen, die in Industriebauten, Schlössern, herausragenden Architekturen der Nachkriegsjahrzehnte und spektakulären Neubauten untergebracht sind.

Seit mehr als zehn Jahren machen sie/wir gemeinsame Sache: Die RuhrKunstMuseen – mittlerweile 21 an der Zahl – präsentieren jährlich rund 130 Kunstausstellungen auf einer Fläche von 45.000 Quadratmetern in 16 Städten des Ruhrgebiets. Anlass für den Zusammenschluss gab das Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010.

Die facettenreiche Museumslandschaft der Metropole Ruhr aufzuzeigen, Kunstambitionierte auf das geballte Kulturgeschehen der Region aufmerksam zu machen sowie Kulturinteressierte in die Region zu locken – das sind u.a. die Aufgaben, denen sich das Netzwerk mit vereinten Kräften widmet. Gemeinsame Ausstellungsprojekte wie CHINA 8 (2015) oder Kunst & Kohle (2018) entwickeln dabei eine große Strahlkraft und zahlen auf die überregionale Wahrnehmung des Ruhrgebiets als Kulturgebiet ein. Vor Ort sind die RuhrKunstMuseen mit städteübergreifenden Vermittlungsprojekten wie z.B. den RuhrKulturWalks präsent.

Die RuhrKultur.Card bündelt mit 32 Museen, elf RuhrBühnen und fünf Festival-Partnern das spannende und städteübergreifende Kulturangebot in der Metropole Ruhr.

Die RuhrKultur.Card 2021 wurde zudem um eine weitere Kategorie erweitert: die Kulturschätze. Dazu gehören unter anderem der Domschatz Essen, das UNESCO Weltkulturerbe Zollverein mit dem Ruhr Museum und dem Portal der Industriekultur, das Deutsche Bergbau-Museum Bochum, der Gasometer Oberhausen und weitere Partner. Die Kulturschätze bieten die verschiedensten Ausstellungsformate zu den unterschiedlichsten Themen an und geben so interessante Einblicke in die Kulturlandschaft der Region.

 

Wer im Besitz der RuhrKultur.Card 2021 ist, bekommt für 45 Euro ein ganzes Jahr lang Kulturprogramm: Einmalig freien Eintritt in alle 21 RuhrKunstMuseen und bei allen Partnern der Kategorie Kulturschätze, ein um 50 % ermäßigtes Vorstellungsticket für jede der 11 RuhrBühnen und bei den Kultur-Festivals Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Ruhrtriennale, Klavier-Festival Ruhr und die Mülheimer Theatertage NRW "Stücke"!

 Ab sofort wird die RuhrKultur.Card um das Angebot der kostenfreien Web-App „ruhrkultur.jetzt“ ergänzt. Diese ersetzt den Guide in gedruckter Form. Der Online-Reiseführer bietet Informationen zu den RuhrKunstMuseen und RuhrBühnen, den teilnehmenden Festivals sowie den neuen Kulturschätzen: www.ruhrkultur.jetzt

Zudem beinhaltet die Web-App einen tagesaktuellen Kulturkalender mit Ausstellungen, Theaterproduktionen und Events. Und mit der integrierten GPS-Navigation finden alle ihren Weg quer durch das Kulturgebiet Ruhr. Dazu gibt es Highlights in den Kategorien „sehenswert“, „essen & trinken“, „übernachten“ und „auch schön“ sowie Touren von Kulturinsidern.

Nähere Informationen finden Sie unter: www.ruhrkunstmuseen.com